Vom 19. bis zum 21. Juni fand in diesem Jahr die Delegiertenversammlung in Nürnberg statt. Michaela Alber, die Vorsitzende des Bundesvorstands, hatte an die Tagungsstätte, das Hotel Arvena Park in der Görlitzerstraße, geladen, und 61 Jumeleure aus 17 Sektionen – von Berlin bis Konstanz – waren diesem Ruf gefolgt.
Die Mitglieder des Bundesvorstandes hatten sich wie üblich bereits einen Tag zuvor eingefunden, um die Gelegenheit zu einer Gesamtvorstandssitzung in Präsenz zu nutzen. – Aus Kostengründen finden die Sitzungen des geschäftsführenden BV sonst jeweils als Videokonferenz statt.
41 Jumeleure hatten Delegiertenstatus und konnten somit von ihrem Mitbestimmungsrecht Gebrauch zu machen, doch natürlich nicht nur ihnen, sondern allen Teilnehmern bot sich die willkommene Gelegenheit, sich auszutauschen. So waren auch die Aussprachen zu den vorab versendeten Geschäfts- und Kassenberichten wichtige Tagungsordnungspunkte. Viel Augenmerk wurde einem Antrag der Sektion Bonn geschenkt, Peter Backes in seiner Funktion als Eurojumelages-Präsident mehr finanziellen Spielraum zu gewähren. 
Die Positionen des neuen BV waren vorab um die Position „Beauftragte/r für Social Media“ erweitert worden. Eine Kandidatur von zwei verdienten 2023 noch wiedergewählten Amtsträgern – nämlich Britt Haller und Manfred Wolf – entfiel, während 4 neue Kandidaten jetzt hinzukamen. Bei der Wahl des neuen BV wurden 14 Amtsträger in ihrer bisherigen Position bestätigt und 5 Positionen wie folgt neu besetzt:
Kassenführer: Dierk Martin Suhr
Stv. Schriftführerin: Anke Atzkern
Beauftragte für Social Media: Gabriele Gumbrecht
Beisitzer S/O: Peter Wagner
2. Webmaster: Tina Bantes
Die drei bisherigen Kassenprüfer wurden bei der Wahl bestätigt und durch Anna Nebel-Klüh als zusätzliche Amtsträgerin verstärkt.
Wo die Delegiertenversammlung 2029 stattfindet, muss noch geklärt werden. Begehrt wurde Reutlingen Biberach oder Ulm. Was bereits feststeht, ist der Dank, der der Sektion Nürnberg für die Organisation und Durchführung der Delegiertenversammlung 2026 gebührt und auch von allen Teilnehmern begeistert zum Ausdruck gebracht worden ist. Stadtführung und Soirée sind inbegriffen.
Gäste, die nicht an der Versammlung in klimatisierten Räumen teilnahmen, konnten bei strahlendem Sonnenschein von der Stadt Nürnberg schon vorab manch imposanten Eindruck gewinnen. Eine Stadtführung für alle fand am Samstagnachmittag mit 3 unterschiedlichen, sehr originellen Stadtführern/innen statt.
Eine Beerdigung muss lustig sein, meint der Volksmund, sonst geht keiner mehr hin.
Eine Stadtführung dient bei Delegiertenversammlungen dem gleichen Zweck. Dabei kommt es gar nicht so sehr darauf an, was der Stadtführer erzählt, sondern wie er es tut. An gar manche Schote, die er en passant einfließen lässt, erinnert man sich mitunter noch nach Jahren. 
So war auch das Exemplar, das ich dieses Mal erwischte, – ein seit zwanzig Jahren in Nürnberg lebender Russe, der uns in perfektem Deutsch die Innereien seiner Stadt vorführte –, ganz gewiss kein Kind von Traurigkeit. Doch nicht nur er, sondern auch die Sonne meinte es gut. Es wird mir unvergesslich bleiben, wie ich beim hochinteressanten Rundgang durch die malerischen Gassen von einem Schatten zum nächsten hüpfte.
Georg Urbanski
Darmstadt